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Antikapitalismus mal anders

20. August 2009

Geldautomat gesprengt
Charlottenburg-Wilmersdorf

# 2309

Unbekannte haben in der Nacht in Wilmersdorf einen Geldausgabeautomaten gesprengt. Ein Zeitungsausträger bemerkte kurz vor 3 Uhr Rauch in einer Bankfiliale in der Wiesbadener Straße und alarmierte die Berliner Feuerwehr. Die Einsatzkräfte löschten die Flammen im Vorraum des Geldinstituts und stellten fest, dass ein Geldausgabeautomat explodiert war. Das Gerät wurde vollständig zerstört, am Gebäude entstand leichter Sachschaden. Menschen wurden nicht verletzt. Wodurch es zur Explosion gekommen war und ob und wie viel Geld fehlt, ist Gegenstand der Ermittlungen, die ein Einbruchskommissariat des Landeskriminalamts übernommen hat.

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Bei SEK-Einsatz in Berlin verletzt

3. August 2009

Wilmersdorf – Er sieht aus, als wäre er mitten in ein derbe Kneipen-Schlägerei geraten. Blaues Auge, viele Prellungen im Gesicht und am Körper und ein blutiger Fuß. Doch weit gefehlt. Riccardo M. (39) geriet unter Polizisten. SEK-Beamte nahmen den Chef-Koch eines Edel-Restaurants fest. Offenbar ein rabiater Prügel-Einsatz!

Ein Polizei-Zugriff bei Ermittlungen in der Türsteher-Szene. Ausgerechnet in einem Kudamm-Restaurant speisten die Verdächtigen am Montagabend. Alles schwere Jungs, um die es da ging. Also fuhr die Polizei auch ihr härtestes Geschütz auf – das SEK.

Ein lauer Abend. Terrasse und Lokal waren mit über 200 Gästen gut gefüllt. Chef-Koch Riccardo wollte draußen die Frage eines Kunden beantworten. Nur eine Sekunde später lag er am Boden. Er spürte heftige Tritte gegen seinen Körper, die Fäuste. Eine dunkle Kapuze wurde ihm übergestülpt und Handschellen angelegt. „Ich dachte ich müsste sterben“, sagt er.

Nach zehn Minuten im Polizeiwagen kam er wieder frei. Mit der Entschuldigung: „Tut uns leid. Sie waren zur falschen Zeit am falschen Ort.“ Im Benjamin-Franklin-Klinkum wurden seine Verletzungen dokumentiert.

Die Staatsanwaltschaft räumt den „Pannen-Einsatz“ ein. „Die Beamten hatten den Eindruck, er könne zu den Verdächtigen gehören“, sagt Sprecherin Simone Herbeth. Er habe sich gewehrt, steht im Polizeibericht. Herbeth: „Sein Widerstand wurde gebrochen.“ Deshalb ermittelt jetzt auch die Polizei gegen ihn. Riccardo E.: „Dazu hatte ich doch gar keine Chance. Er hat sich einen Anwalt genommen, erstattet Anzeige.

Der Türsteher-Einsatz war für die Polizei ein Erfolg: Am Ende gab es noch ordentliche Festnahmen. K. Oberst, C. Keikus

Berliner Kurier, 31. Juli 2009

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Mist, Schade, F***!

24. Juli 2009

Ein Sachbearbeiter der Polizeidirektion 2 wurde am vergangenen Freitag beinahe Opfer eines Dienstunfalls der ungewöhnlichen Art. Aufgrund der Witterungsverhältnisse sperrte er, wie viele seiner Kollegen auch, das Fenster seines Büros an der Charlottenburger Chaussee weit auf. Die Scharniere des Fensters waren aber dauerhaft nicht in der Lage, das knapp 100 Kilo schwere Fenster zu tragen und rissen aus der Verankerung. In der Folge verfehlte der in das Büro stürzende Flügel den Beamten nur knapp.

Das mittlerweile in die Jahre gekommene Gebäude steht zur Komplettsanierung an, die Planungen dafür sind bereits abgeschlossen.

Zur Verhinderung weiterer Gefahren hat die Polizeiführung beim Vermieter des Objektes, der Berliner Immobilienmanagement GmbH, den sofortigen Austausch aller Beschläge der rund 250 Fenster beauftragt.

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Telefonterror bei der CDU in Wilmersdorf :-)

18. Juli 2009

Unbekannte belästigen Kreisverbandsfunktionäre mit anonymen, beleidigenden Anrufen und SMS-Mitteilungen auf Handys. Da die CDU die Mobilnummern nirgends veröffentlicht hat, müssen die Täter Parteimitglieder sein oder die Nummern mit unbekannten Tricks ermittelt haben.

Führende Mitglieder des CDU-Kreisverbandes Charlottenburg-Wilmersdorf sind einem mysteriösen Telefonterror und weiteren Belästigungen ausgesetzt – nach einer Handvoll Strafanzeigen ermittelt die Polizei jetzt gegen Unbekannt. Das bestätigte am Donnerstag ein Kreisvorstandsmitglied, das nicht namentlich genannt werden will. Spekulationen, dass es sich um einen Machtkampf zwischen Gegnern und Freunden des Bundestagsdirektkandidaten und Ex-Kreischefs Ingo Schmitt handele, wies das Vorstandsmitglied jedoch zurück: „Es gibt Betroffene auf allen Seiten. Das sind keine Rachegelüste Einzelner.“ Zudem gebe es keine Nutznießer in der Partei: „Die politischen Gegner haben mehr davon.“

Es geht zum einen um anonyme, beleidigende Anrufe und SMS-Mitteilungen auf Handys von Funktionären. Da die CDU die Mobilnummern nirgends veröffentlicht hat, müssen die Täter Parteimitglieder sein oder die Nummern mit unbekannten Tricks ermittelt haben. Sogar Feuerwehr und Polizei wurden mit falschen Alarmen in Marsch gesetzt. Einmal hieß es, bei einem CDU-Politiker brenne es, und bei einem anderen lag angeblich eine Leiche in der Wohnung. Bei den Notrufen nannten die Anrufer falsche Namen. Darüber hinaus wurden Scheiben am Auto der ehemaligen Lebensgefährtin Ingo Schmitts zerstört.

Kaum ein Christdemokrat will sich dazu äußern

Der CDU-Kreisvorstand beschäftigte sich am Mittwochabend damit, beschloss aber nichts. „Wir sind natürlich nicht sehr glücklich über die Außenwirkung“, sagte ein Teilnehmer. Deshalb will sich kaum ein Christdemokrat äußern. Der Kreisvorsitzende Andreas Statzkowsky war nicht erreichbar, und CDU-Bezirksbaustadtrat Klaus-Dieter Gröhler lehnte eine Stellungnahme ab.

Bereits im Frühjahr war Ingo Schmitt von einem Parteimitglied im Rathaus mit Eiern beworfen worden, der Angreifer erhielt Hausverbot bei der CDU. Der Kreisvorstand war sich jetzt einig darin, dass es „keinen Zusammenhang“ mit den anderen Vorfällen gebe. Der Täter sei „nur ein verwirrtes Mitglied“.

Kein Geheimnis ist, dass es Streit um Ingo Schmitts Direktkandidatur gibt. Bis zum vorigen Herbst war der 51-Jährige Landesvorsitzender der CDU, dann trat er als Folge des Führungsstreits mit dem Ex-Fraktionschef Friedbert Pflüger zurück. Im Frühjahr verlor er nach 18 Jahren auch den Posten als Kreischef. 2005 war Schmitt über die Landesliste in den Bundestag gelangt. Diesmal erhielt er keinen aussichtsreichen Listenplatz und muss das Direktmandat gewinnen, um im Parlament zu bleiben. (CD)

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 17.07.2009)

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Demo für Dennis

6. Juli 2009

Am 31.12.2008 wurde Dennis J. in Schönfließ von einem Berliner Zivilfahnder erschossen.
Gegen den Schützen wurde zwar Haftbefehl erlassen, er ist aber gegen Auflagen frei.
Justiz und Polizei versuchen die Aufklärung der Tat zu verhindern.
Die öffentliche Wahrnehmung zum Tod von Dennis verschob sich relativ schnell. War in ersten Presseberichten noch eine gewisse Genugtuung darüber zu verspüren, das endlich mal einer von diesen Neuköllner Intensivtätern nach einem Angriff auf Polizeibeamte zur Strecke gebracht wurde, so wurde schnell klar das Dennis am Sylvestertag weder einen Beamten angegriffen hatte noch fliehen wollte.
Er wurde regelrecht hingerichtet während er im Auto auf eine Freundin wartete. Die Polizeiversion wurde immer widersprüchlicher und unglaubwürdiger und die Medien waren nicht mehr vorbehaltlos für die Staatsräson. Zu diesem Zeitpunkt ging die Justiz taktisch in die Offensive, mit der Festnahme des Schützen und einer Pressekonferenz auf der die brandenburgische Staatsanwältin die Berliner Polizei kritisierte, sollte der Eindruck geschaffen werden, das Polizisten nicht straflos morden können.
Der Beamte, der Dennis hinrichtete ist frei; seine Kollegen, die die Aussage verweigern (ein normaler Bürger wäre in Beugehaft gelandet) streifen weiter bewaffnet durch die Strassen.
Sieben Monate nach den Schüssen stellt sich die Frage was die Justiz unternommen hat um diesen Mord aufzuklären und wie der Innensenator solche Vorfälle in Zukunft vermeiden will.

Vermutlich wird es bald einen Bescheid geben, das das Verfahren mangels Beweisen eingestellt wird, oder bestenfalls eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung. Das die Justiz immer auf der Seite der Polizei ist, beweist nicht nur der Fall Kurras. In Deutschland gibt es das ungeschriebene Gesetz, das ein Polizist kein Mörder sein kann.
Vor wenigen Tagen wurde in Berlin erneut ein Mensch von der Polizei erschossen. Die amtliche (und nicht sehr glaubwürdige Version) spricht wie immer von Notwehr. Und es waren wieder Beamte vom Abschnitt 25, die geschossen haben.

Um zu zeigen das wir nichts und niemanden vergessen, um Aufklärung über den Tod von Dennis zu forden, um unsere Wut und Trauer zu zeigen und um klarzustellen das wir in der ständigen Präsenz bewaffneter Einheiten in unseren Strassen keine „Sicherheit“ sehen, gibt es eine Demonstration,
am Samstag 11.Juli um 20.00
Start: Friedhof am Herrmannplatz, Karl Marx Str.4
über Kottbusser Damm bis Kottbusser Tor

via

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Auto in Flammen

15. Juni 2009

Heute früh brannte in Wilmersdorf ein geparktes Auto. Eine Anwohnerin der Ludwigkirchstraße bemerkte gegen 3 Uhr 25 den in Flammen stehenden „Lexus“ und alarmierte die Feuerwehr, die den Brand löschte. Der Wagen wurde am Heck erheblich beschädigt und sichergestellt. Da von einer politischen Motivation für die Tat ausgegangen wird, hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen.

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Antisemitische Beleidigungen

16. April 2009

Sonntag, 12. April 2009
Berlin (dpa/bb) – In Berlin sind zwei Mitglieder der Jüdischen Gemeinde von einer Gruppe junger Leute mit antisemitischen Äußerungen beleidigt worden. Anschließend flüchteten die fünf oder sechs Jugendlichen nach Polizeiangaben vom Sonntag. Die beiden 17 und 20 Jahre alten Männer blieben unverletzt. Ihnen war laut Polizei anzusehen, dass sie dem jüdischen Glauben angehören. Der Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen. Der Vorfall ereignete sich am Samstagabend in der Konstanzer Straße Wilmersdorf.

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Farbattacken gegen zwei Firmen

9. April 2009

Samstag, 4. April 2009
Unbekannte haben in Berlin eine Logistikfirma und ein Institut angegriffen. In Kreuzberg wurde in der Nacht zu Sonnabend das Gebäude der Firma mit mehreren mit Farbe gefüllten Glasgegenständen beworfen, wie die Polizei mitteilte. Dabei seien zwei Fensterscheiben zu Bruch gegangen. Mit Farbbeuteln und Steinen attackierten Unbekannte das Institut in Wilmersdorf. Nachdem sie am Morgen eine Tür eingeworfen hatten, beschmutzten sie den Eingangsbereich mit Farbbeuteln. Weil in beiden Fällen eine politisch motivierte Tat nicht ausgeschlossen wird, übernahm der polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen.

Mehr Riotporn gibt es hier: http://blog.rbb-online.de/roller/abendschaublog/entry/autonome_randale

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Was nicht ist, kann ja noch werden?!

7. März 2009

Berlin (dpa/bb) – Ein Auto ist am frühen Freitagmorgen in der Tharandter Straße in Berlin-Wilmersdorf angezündet und dadurch schwer beschädigt worden. Verletzt wurde niemand, wie die Polizei mitteilte. Im Gegensatz zu zahlreichen Brandstiftungen an Autos in Berlin in den vergangenen Wochen gehen die Ermittler aber in diesem Fall nicht von einer politisch motivierten Tat aus.

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Der Staatsschutz übernimmt

21. Januar 2009

1.) Brandanschlag auf Arbeitsagentur in Charlottenburg. Unbekannte Täter versuchten eine Tür des Gebäudes in Brand zu setzen, teilte die Polizei mit. Außerdem warfen sie Farbflaschen gegen die Fassade. Verletzt wurde niemand. Hinweise auf die Täter gibt es derzeit nicht. Der Hausmeister hatte am Morgen die Schäden an dem Gebäude in der Königin-Elisabeth-Straße bemerkt und die Polizei alarmiert. Da ein politischer Hintergrund in Betracht kommt, hat der Staatsschutz beim Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen.

Auf das Gebäude der Bundesagentur für Arbeit war bereits am 26. Januar 2006 ein Anschlag versucht worden. Unbekannte hatten im Erdgeschoss einen Brandsatz platziert, der aber nicht zündete. Damals hatte ein „militantes Bündnis für Klassenkampf von unten“ die Verantwortung für den Anschlag übernommen. (ho/ddp)

2.) Eine linksextreme Gruppe hat sich zu mehreren Brandanschlägen auf Fahrzeuge in Berlin bekannt. Die Gruppe mit dem Namen „Bewegung für militanten Widerstand (BMW)“ gab an, Ende Dezember acht Autos in den Stadteilen Friedrichshain, Kreuzberg, Neukölln und Mitte angezündet zu haben.

Als Motiv gab die Gruppe laut Tagesspiegel die „Umstrukturierung“ ärmerer Bezirke an, aus denen die ursprünglichen Mieter durch Luxussanierungen vertrieben würden.

Im vergangenen Jahr zählte die Polizei 81 Brandanschläge in Berlin.


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